Andreas-Hahn-Stiftung 

Lifter mit Waage

Andreas-Hahn-Stiftung hilft Wachkomapatienten

Gründer übergab einen Lifter ans St. Josefshaus - Modell-Projekt "Urlaub" wird ebenfalls unterstützt

HAUSEN. Die Andreas- Hahn-Stiftung mit Sitz in Vallendar gehört seit 2001 zu den Förderern der Wachkomapatienten im St. Josefshaus Hausen. Die Einrichtung verfügt aktuell über 39 Betten und nimmt seit Oktober auch beatmete Patienten auf. "Wir sind froh, dass sich die Einrichtung der Betreuung und Pflege der vom Schicksal schwer getroffenen Menschen in liebevoller Weise annimmt", sagte Gründer Andreas Hahn anlässlich der Übergabe eines Lifters mit Waage im Wert von 3100 Euro an Pflegedienstleiterin Eva Sefrin.

Da derlei Hilfsmittel nicht nur sehr nützlich, sondern in der Regel auch sehr teuer sind, war die Freude bei den Verantwortlichen im St. Josefshaus entsprechend groß. "Dieses Gerät zum Anheben macht die Pflege von Komapatienten erst möglich, beziehungsweise erleichtert sie erheblich", weiß Bereichsleiterin Dagmar Barth.

Die Hahn-Stiftung setzt sich im nördlichen Rheinland-Pfalz in erster Linie für die Rehabilitation von jungen Wachkomapatienten und daneben auch für dieFörderung des Jugendhandballs ein. In Hausen tut sie nicht zum ersten Mal Gutes. 2001 unterstützte sie eine Familie finanziell, damit sie einen Angehörigen in den eigenen vier Wänden pflegen konnte. Geld fließt aber auch, wenn sich Angehörige, die weit entfernt von Hausen wohnen, die Fahrtkosten nicht leisten können. 2002/2003 erhielt der Pflegebereich für Wachkomapatienten weitere Ausrüstung im Gesamtwert von 7000 Euro, darunter zwei Spezialrollstühle, Körpergurte plus Badenetze und Sprudelbäder für den Whirlpool.

Im laufenden Jahr wollen die Stifter um Andreas Hahn erneut aktiv werden: "Wir unterstützen ein neues Modell-Projekt des St. Josefshauses mit zunächst 1150 Euro." Bereichsleiterin Dagmar Barth klärte auf, worum es dabei geht: "Zwei Wachkomapatienten werden im August ein paar Tage Urlaub im Ostseebad Dierhagen machen. Dazu stellen wir zwei Mitarbeiter ab, die sich den ganzen Tag um jeweils einen Patienten kümmern. Wir erhoffen uns von der Luftveränderung, der ungewohnten Geräuschkulisse mit Meeresrauschen oder Möwengeschrei für unsere Patienten eine andere Wahrnehmung, eventuell sogar kleinere Fortschritte in Richtung Genesung." Die Zimmer in einem Hotel unmittelbar an der Strandpromenade sind bereits gebucht, informiert Andreas Hahn: "Wenn erste positive Erfahrungenvorliegen, steht einer weiteren Förderung des Projekts durch uns nichts im Wege." Damit aber nicht genug: Die Hahn-Stiftung will sich noch an anderer Stelle einbringen. Laut Andreas Hahn soll in absehbarer Zeit im St. Josefshaus mit Hilfe der Stiftung ein so genannter Snoozleraum eingerichtet werden. "Schließlich ist Wohlfühlen für die Komapatienten ebenso von Bedeutung wie für gesunde Menschen."

Darüber hinaus plant die Hahn-Stiftung durchaus auch in Zukunft weitere Einzelförderungen. "Vorstellbar sind etwa weiterführende Reha-Maßnahmen für einzelne oder Gruppen junger Patienten in Form von ärztlich betreuten, therapeutisch sinnvollen Ausflügen.Es ist wichtig, den Patienten den Eindruck zu vermitteln, dass es auch draußen ein Leben gibt." Ralf Grün


Wer die Andreas-Hahn-Stiftung (02622/2170) unterstützen möchte, kann spenden:
Sparkasse Koblenz, BLZ: 570 501 20, Konto: 401 4700.

(Foto: Ralf Grün)


Schlagzeile 2

Geben Sie Inhalt hier ein

Aktuelles

Kampf für Komapatienten
Andreas-Hahn-Stiftung und BDH-Klinik Vallendar: Eine starke Partnerschaft zur Förderung von Rehabilitation und Teilhabe weiter...

Kalender

31.03.2012
Vallendarer
Jugend - Handball – Cup 2012
weiter...

Spenden

Hilfe, die wirklich ankommt! weiter...